Sollte sich jemand in den nächsten Wochen aus purer Langeweile oder wegen einer verletzungsbedingten und somit entschuldbaren Trainingspause im heimischen Lichtspielhaus wieder finden, und dann obendrein auch noch irrtümlicherweise eine Karte für den deutschen Film “HARD COVER” käuflich erstehen, bitte nicht dem Vordermann die Nachos samt Cheese in den Nacken spucken.

Denn bei genauerem Hinsehen könnte man, mit etwas guten Willen, mehr oder minder bekannte Gesichter erkennen, und zwar jenseits der illustren, semi-begabten deutschen Schauspielergilde.

Armin, Harun und ich wurden über drei Ecken für eine MMA-Szene am Set in Düsseldorf verpflichtet. Über zwei Tage wurde die Sequenz abgefilmt; wie unendlich lang und streckenweise bösartig langweilig so ein Drehtag doch ist. Nach dem dritten oder vierten Take hat man das sehr dringliche Bedürfnis, dem Regisseur die gesamte Lichtanlage durch das Gesicht zu ziehen.
Ok, ich bin zugegebenermaßen manchmal recht unentspannt.
Aber alles in allem war es ganz witzig; das Essen fast miserabel, die Hitze nahezu unerträglich, die Wartezeiten tendenziell nervenaufreibend, die Filmcrew überraschenderweise nett und die Bezahlung, im Vergleich zu den anderen Statisten zwar mehr als königlich, aber trotzdem entwürdigend.
(nur für Armin: I…s der H****s**n!)
Gelacht haben wir nichtsdestotrotz wie immer mehr als genug.
pelicanino
“Conditioning is my best submission-hold.” Frank Schamrock, lange vor dem derzeitig weltweiten MMA-Boom.

Kondition (im Sinne von „Luft“ und Muskelausdauer) ist eine extrem wichtige physische Voraussetzung, ohne die man weder im harten Sparring noch im Wettkampf wirklich dauerhaft bestehen kann. Macht der Körper nicht mehr mit, verlässt einen schnell die Konzentration und man macht unnötige, folgenreiche Fehler. Auch fehlt schließlich die Power, um sich gegen Submissions-Ansätze statisch zu wehren.
Gerade im Wettkampf verstärkt sich die Bedeutung von Kondition noch durch die langen Wartezeiten, die schlechte Luft, die Nervosität, dem erhöhten Adrenalin-Spiegel, Vorbelastung wegen “Gewicht-machen” und anderen Faktoren. All diese Einflüsse nagen nicht nur am Gemüt, sondern eben auch und besonders an der Physis. Wettkampf ist eben Wettkampf, und nicht Training, sonst wäre es ja Training.
Deswegen ist ein intensives “Grappling-spezifisches“ Konditionstraining von immenser Bedeutung. Mag sein, dass man mit Joggen, Fahrrad fahren und Schwimmen Grundlagen-Ausdauer trainieren kann, aber ersetzten können sie das spezifische Conditioning nicht, allenfalls ergänzen. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen an das Herz-Kreislaufsystem, die Muskeln und den gesamten Bewegungsapparat, als dass man auf das Conditioning verzichten könnte und sollte.
Intensität sollte hierbei immer vor Quantität stehen. Es soll Menschen geben, die 8 Tage die Woche viermal am Tag 5 Stunden trainieren können. Ich gehöre leider nicht zu diesen Wundern der Natur.

Kurze, intensive Übungen mit einer hohen Belastung für die Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem sollten hier im Vordergrund stehen. Das individuelle Programm kann man sich relativ leicht mittels youtube & co bei den Top-Teams der MMA- und Grappling-Szene zusammensuchen und gegebenenfalls auf die Gruppe und das Trainingsziel abstimmen. Oder man macht sich, so inspiriert, selber Gedanken. Soll ja manchmal auch ganz gut sein, das mit dem Denken. Vieles was anstrengend ist, kann sinnvoll sein.
Hilfsmittel wie Weichbodenmatte, Ringerpuppe, Medizinbälle, Hantelscheiben, Gymnastikbälle usw. kann man zum Leidwesen der Teamkollegen mit großem Erfolg einsetzen. Und mit ein bisschen Phantasie sind Abwechslung in den Übungen und ein Erfolg versprechendes Konditionstraining kein Widerspruch, im Gegenteil.
Manch einer mag zu Recht einwenden, dass Technik, Intuition, Schnelligkeit und Improvisation ebenfalls wichtige Faktoren. Es geht aber auch nicht um ein „statt“-Prinzip, sondern um ein “auch“-Ansatz. Den individuellen Schwerpunkt muss jeder für sich selbst festlegen. Jeder Grappler hat andere Bedürfnisse und Voraussetzungen.

Strebt man allerdings nach sportlichen Wettkampferfolg, kommt man mittelfristig nicht ohne ein gutes, fundiertes und facettenreiches Konditions-Programm aus.
Nicht vergessen: Grappling ist ein competition-driven Sport.
pelicanino
Açai ist eine Frucht, die es mal so wirklich in sich hat. Reich an Antioxidantien, Vitaminen von A bis K, Omega-Fettsäuren, Eisen & Co und hasse nicht gesehen, wächst diese kleine Beere in der schwülen immergrünen Hölle des Amazonasgebietes, und zwar nur und ausschließlich dort.
In Brasilien wird diese zu einem Smoothie vermixte Wunderfrucht, unter Beigabe aller möglichen frischen Obstsorten je nach Gusto, eimerweise gelöffelt, zu jeder Tages- und Jahreszeit.
Viele Grappler und MMA-Lutadores schwören auf das kleine, runde, dunkelblaue Ding; es gehört zur Gracie-Diet (was für eine PR-Maschinerie diese Familie doch ist) genauso wie in das Supplement-Programm diverser Top-Athleten.
Trotz der nicht von der Hand zu weisenden Nutrition-Vorzüge, liegen aber auch hier ernährungswissenschaftliche Wirkung und Placebo-Effekt wie so oft nah beieinander. Man liest allerhand Kurioses, Wundersames und bisweilen Absurdes, dass dann in direkten Zusammenhang zu Açai gebracht wird. Aber wenn es schmeck und gleichzeitig noch gut für Körper, Geist und Seele ist, wenn interessiert es da noch großartig?!?

Und ja, sogar bei uns kommt man bequem und einfach an die begehrte Frucht. Einfach auf açai.eu gehen und dann im Online-Shop die gewünschten Mengen der diversen Früchte und Fruchtmixe bestellen, mindestens jedoch 4,8 kg. Diese Menge passt gerade noch so in das normale Tiefkühlfach eines mittellosen Studenten.
Die Bestellung kommt in Einheiten von 6 x 100 g tiefgekühlten Juice-Pads pro Fruchtsorte, nach Adam Riese also 8 x 6 x 100 g = 4,8 kg. Ob alles Açai oder 4 x Açai und 2 x Acerola und 2 x Mango spielt keine Rolle. Jeder wie er mag.
Und wenn man werktags bis 15 Uhr bestellt, so liefert der gestresste Kurier schon am nächsten Werktag die tiefgekühlte Ware bis an die Wohnungstür, sogar in den 4. Stock, auch ohne Aufzug. Das alles incl. Versand für nur knapp 45 Euro. Da kann man gar nicht nein sagen.

Mein Tipp: frisch gepresster Orangensaft (oder so was ähnliches aus dem Tetra-Pak), eine reife Banane, ein Açai-Juice-Pad und ein paar Blaubeeren…alles in den Blender und durchmixen.
Schmeck zwar leider nicht ganz so authentisch wie in Rio an der Straßenecke, ist aber trotzdem lecker und man hat seine tägliche Ration an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ruckzuck intus.
Übrigens, der gute Wille zählt ja schließlich auch, und wenn man beim trinken dann noch die Augen zu macht, stellt sich ja eventuell auch das passende Feeling ein.
Ach ja, am besten gleich ein paar Juice-Pads Acerola-Kirsche mitbestellen. Die hat zwar mit unseren einheimischen Kirschen rein gar nichts zu tun, ist dafür aber die Vitamin-C-reichste Frucht aller Früchte, die Königin quasi, schmeckt Bombe und passt hervorragend zum Açai.
Für alle diejenigen also, die sich ein Stückchen Copacabana oder einfach nur „Grappling-Life-Style“ ins Alte Europa holen und gleichzeitig ihre Vitamin-Bilanz aufbessern wollen, denen sei ein Besuch auf acai.eu ans Herz gelegt.
pelicanino

SPRAWL….die ersten „loose“ Grappling-Shorts, die es auf dem Markt gab, als noch fast jeder mit Lycras oder Gi-Hosen rollte. Inzwischen schon in der zweiten oder dritten verbesserten Generation, haben sich die Shorts, neben anderen Marken wie Koral oder Rip Dorey, als feste Fashion-Größe in der Grappling- und MMA-Szene etablieren können. So sind sie auch in allen möglichen Farben, Formen und Ausführungen zu haben, so dass für jeden Grappler etwas dabei ist.
Da wir uns nun in einer, für den Import-Konsumenten paradiesischen und für den deutschen Exporteur katastrophalen, Zeit eines sehr starken Euros befinden, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, und Frank und mir eine SPRAWL-Shorts bestellt. Ein paar Klicks hier und da und die Shorts war samt Versandkosten für 38 Euro das Stück so gut wie unser. Amazing world wide web.
Da sag noch einer, Globalisierung sei was Schlechtes. (ups, habe wohl vergessen den Ironie-Button zu drücken)
Um es vorne weg zu nehmen: so schnell hatte ich ein sehnlichst herbei gewünschtes Paket aus den USA noch nie in den Händen. Innerhalb einer Woche übergab mir der weit über Mindestlohn verdienende DHL-Bote den braunen Polsterumschlag und siehe da: sogar der Inhalt entsprach in Größe, Farbe und Ausführung genau dem, was wir bestellt hatten. Kaum zu glauben.
Ist leider auch nicht so selbstverständlich wie man meinen könnte. Wer schon mal in Brasilien bestellt hat, der weiß wovon ich rede. Hab da schon so manche (un)schöne Überraschungen erlebt.

GripFlex XT Competition Edition-Urban Camo/Black, so heißt mein Modell und ich muss schon sagen: Verarbeitung und die Qualität des Stoffes sind echt spitze.
Doppelte Nähte, dehnbarer Stoff, Split-Beinteil für viel Bewegungsfreiheit, extra breite Klettverschlüsse, Kordel im Hosenbund, Innentasche am Hosenbund für Mundschutz o.ä., Folie als Grip-Zone an der Innenseite der Beine,…., im ersten Augenschein ein Top-Produkt. Hammer.
Mal abwarten, ob sich die Shorts im täglichen Training und monatlichen Waschgang als genau dieses auch bewahrheitet. Frank und ich werden die Dinger schon auf die Probe Stellen, keine Angst.
UPDATE: so, die Sprawl-Shorts haben die ersten schweißreichen Trainingstage hinter sich und den ersten Waschgang mit hartem, linksrheinischen Kölner Kalkwasser unbeschadet überstanden. Die Hose hat ihre Farbechtheit, Form und Elastizität mit Nichten eingebüßt, der Stoff fühlt sich nach wie vor gut an und die Größe stimmt auch noch. Der anfangs gute Eindruck hat sich also als zutreffend erwiesen und die Sprawl-Shorts macht ihrem vorauseilenden hervorragenden Ruf alle Ehre.
Kleiner Tipp am Rande: ich wasche meine Trainingssachen trotz Schweiß, Blut und anderem Schmutz nur bei 30°C im Feinwaschgang, dafür allerdings mit einen guten Schuss Sagrotan. Dann halten die nicht ganz billigen Klamotten auch länger als nur 3 Monate, werden aber dennoch sauber und rein.
UPDATE 2: da die Sprawl-Shorts üppig ausfallen, empfehle ich eine Nummer kleiner zu ordern. Wenn man sich an der Sizing-Info auf der Sprawl-Homepage orientiert, kann man getrost das kleinere Modell der zutreffenden Gewichtsklasse wählen. Und falls man morgens im Spiegel eine durchschnittliche Grappling-Körperform erkennen kann, liegt man damit goldrichtig. Für alle anderen: versucht mal trial-and-error.
RESULT: Sprawls are highly recommended…case closed.
pelicanino
Am 9. März fand die dritte Ausgabe des Grappling-Turniers Tap or Snap statt, wieder ausgerichtet vom Team Gracie Barra um Thomas Holtman (Gong Fu) & co. An dieser Stelle noch einmal besten Dank an alle, die mitgewirkt haben, für das professionelle Event.

Wir sind mit 6 Kämpfern in 4 Klassen angetreten und haben alle dominiert und gewonnen.
Den Anfang machte Firas in der Klasse der “beginner” bis 75kg und gewann alle vier Kämpfe mit Submission (Armbar, Mata-Leon, Triangle-choke, Cross-choke). Super Leistung, immer auf die Ecke gehört und echtes Kämpferherz bewiesen. Die erste Klasse war gewonnen und jetzt ging es erst mal so richtig los.
Ertan und Rocko traten beide in der Anfängerklasse bis 85kg an und kämpften sich beide bis ins Finale durch. Souverän. Ertan hat alle seine Gegner finishen können (Armbar, Americano, Guillotine); Rocko hat seine Kämpfe zweimal mit Submission (2x Side-choke) und einmal nach Punkten gewonnen. Den Finalkampf haben die beiden schließlich unter sich ausgekämpft. Rocko musste sich dann gegen Ertan nach einem harten Kampf mit Americano geschlagen geben: Ertan 1. Platz und Rocko 2. Platz. Aber es bleibt ja in der Familie.
Nun kam die “advanced” Klasse bis 80kg. Oren musste als erster ran und zeigte diesmal von Anfang an Nervenstärke und die nötige Coolness. Er dominierte den Standkampf und brachte alle seine Gegner mit schönen Takedowns runter. Am Boden hat Oren viel Druck aus dem Topgame gemacht und letztendlich alle Kämpfe (Mata-Leon, Punkte, Armbar) gewonnen und zog somit ins Finale ein. Zu keiner Zeit war Oren in Gefahr und hat gezeigt, dass er zu Recht in der advanced gestartet ist. Jetzt gibt es auch kein Zurück mehr.
Jetzt war ich am Start und hab meine beiden Gegner aus dem Topgame gefinished (Armbar, Neck-crank; obwohl ich nicht wirklich zufrieden war mit meiner Leistung, aber Turnier nun einmal ist Turnier). Und wieder standen sich zwei Jungs vom Taifun im Finale gegenüber. Für uns beide war es nun nur noch ein “Trainingskampf”. Nach kurzem Abtasten konnte ich einen Takedown sprawlen und kam in die Backmount. Mata-Leon. Aber wie gesagt, solange es in der Familie bleibt, ist es egal, wer gewinnt.
Chris kam nun an die Reihe in der “advanced”-Divison bis 85kg und hat unseren winning-streak erfolgreich beendet. Chris gewann seine Klasse überlegen und lies auch im Finale seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Chris beendete seine Kämpfe zweimal nach Punkten und einmal mit Reverse Triangle-Choke: 1 Platz. Beeindruckend.

Taifun hat mal wieder eingeschlagen wie eine Bombe. Auf der Matte und wie auch daneben. Allen voran hat Armin wieder geschrieen und gecoacht als wenn es keinen Morgen gäbe, auch ich kann nicht nur daneben sitzen und mitschwitzen. Genauso wenig wie alle anderen Jungs. Von allen Seiten kamen Zurufe, Anweisungen, Ermutigungen und Kommandos. Tja, wo wir sind ist es eben laut. Das muss auch so sein. Manchmal brauch man halt Feuer unterm Arsch.
Unsere Bilanz ist nicht weniger imposant: 4 mal Platz 1 und zweimal Platz 2.
Es war mal wieder richtig Hammer mit allen auf ein gutes und großes Turnier zu fahren. Ein Team braucht so etwas. Unbedingt. Trainingsweltmeister und Keyboard-Warrior sollen doch die anderen werden.
Sehr Schön, haben wieder alte Bekannte und befreundete Teams getroffen, und alte Widersacher und Möchtegern. Ich hab es ja schon Anfang des Jahres gesagt, 2008 jetet ab wie Schmitz`s Katze. Warm anziehen Jungens.

DANKE an ALLE, die uns begleitet und unterstützt haben: Aroldo, Anja, Suat, Frank & Familie, Rudi, Ramin, Kaan, Mike und alle anderen, deren Namen ich nicht kenne!!!
DANKE an ARMIN, alles was auf der Matte zu sehen war, kommt von IHM. Faxia preta de Luta Livre. Kopf vom Taifun.
pelicanino
Am 03.04 geht es für fast drei Wochen auf nach Thailand.
Angesagt ist zweimal am Tag zu trainieren á 2,5 Stunden
Wir haben die Auswahl zwischen Thaiboxen und MMA Training.
Wir, das sind Ramin, Kaan & Tarek.
Nun da ich unsere Erlebnisse über die Reise niederschreiben wollte, dachte ich mir, man kann diesen Blog ins Leben rufen.
Kann es kaum noch abwarten bis es los geht