
Super Halle, schöne Zimmer, hartes Training, Gelächter bis in die Nacht & leckeres Essen. Trainingslager Hennef in einem Satz ohne Verb.
Aber mach ich mir mal die zu Unrecht unbezahlte Mühe und opfere ein paar Minuten meiner überaus wertvollen studentischen Freizeit für einen etwas detailierteren Bericht.

Die Sportschule Hennef liegt irgendwo im Bergischen Land inmitten eines Waldgebietes, daher gibt es schon einmal gute Luft zum Atmen. Super. Trotzdem gut und schnell zu Erreichen.
Die Schule verfügt u.a. über einen neuen Zweizimmer-Trakt, einen Speisesaal, ein Bistro mit kostenlosen Internetplätzen und einigen Seminarräumen. Das Essen ist sehr lecker, ausgewogen und reichlich, und auch für unsere notorischen Schweinefleisch-Verweigerer ist immer etwas überaus schmackhaftes dabei.
Die Sporteinrichtungen sind vom natürlich vom Feinsten, wie soll es auch bei einem Kader-Stützpunkt im Bereich Ringen, Judo, Gewichtheben und Boxen anders sein. Ein Hallenbad, ein Freibad, ein Sporthallenkomplex mit Ringerhalle, Judohalle, Mehrzweckhallen, Boxhalle und ein Gewichtheber-Trainingsraum, ein großer Saunabereich und ein Außengelände mit Fußballplatz, Beachvolleyball und Tennisplatz, all das steht zur Nutzung bereit.

Die Judohalle war Spitze; zwei Wettkampfflächen nur für uns; und trotzdem rollen alle auf einem Haufen. Zwei Stunden Vollgas geben, no excuses: “wie du kannst nicht mehr?, labber nicht, komm her…”. Ob Takedowns oder neue Guardpasses, jeder hatte sein persönliches Trainingsprogramm.
Danach schön mit mehreren Saunagängen relaxen und zwischendurch unter der kalten Dusche auf das Essen freuen. Aber bitte unbedingt immer pünktlich zu den Mahlzeiten erscheinen, sonst zieht die latent pampige südländische Küchenfrau eine Gesicht, das wirklich keiner sehen will. Take a chill-pill and serve some soup, please.

So viele Berühmtheiten wie z.B. der Kaiser oder die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft waren schon zu Gast in Hennef. Dieses Wochenende waren neben uns noch deutsche und französische Ringer-Nationalkader und ein paar Mini-Kicker-Fußballgruppen aus der Umgebung in der Sportschule. Und das indische Elephantenpolo-Nationalteam. Oder waren es indische Boxer, bin mir nicht mehr so sicher.
Fazit: Es hat uns so gut gefallen und Spaß gemacht, dass die Planung für das nächste Camp schon wieder anläuft.
pelicanino


Die Matten waren ziemlich voll bei der zweiten Ausgabe der Open Mat in Frechen. Um die 60 Grappler, und solche, die es vielleicht irgendwann mal werden wollen, trafen sich am vergangenen Sonntag im Kampfsportcenter Frechen, um gemeinsam auf zwei Mattenflächen zu rollen und sich auszutauschen.


Viele bekannte Gesichter gaben sich die Ehre und kamen am heiligen Sonntag in die heiligen Hallen. Aber auch einige wenige, die man sonst höchstens nebenbei als Keyboard-Warrior wahrnimmt, wagten sich auf die Tatame, um sich ein bißchen die wahrhaftige Grappling-Realität vor Augen führen zu lassen. Sehr gut. Kann ja nur besser werden.

Es wurde hart gesparrt und locker gerollt, Techniken ausgetauscht und Moves erklärt, Termine abgemacht und Freundschaften erneuert. Open Mat per Definition. Jeder konnte etwas lernen; wenn nicht, dann hat man etwas falsch gemacht. So einfach ist das. Aber man muss den Benefit natürlich auch wollen. Nur um die “anderen” zu tappen, dafür ist die Open Mat nicht ins Leben gerufen worden, hierfür gibt es genügend Turniere.


Danke an alle Teams (vor allem den harten Kern aus Münster, Essen, Mülheim, Dortmund & Hagen) und Freelancer, die den vielleicht langen Weg auf sich genommen haben, um Grappling in Deutschland wieder einen Schritt nach vorne zu bringen. Es hat sich wieder einmal mehr als gelohnt und die Open Mat wird sich wohl als feste Größe im deutschen Grappling-Kalender etablieren.
Der nächste Termin steht schon fest: 6. September wieder in Dortmund bei Gracie Barra Germany…check for any news…
pelicanino

Ein Bild aus alten Zeiten mit alten Weggefährten.
Nur einige wenige bleiben über die Zeit.
(Leider nur ein Photo von einem Photo, sorry)
pelicanino