Als Freitag Abend der befürchtete Anruf kam, hatte ich eigentlich schon gar keine Lust mehr, hoffte insgeheim auf die Antwort: “Nein, kein Auto klargemacht!”. Stattdessen saß ich Minuten später genervt im Zug nach Düsseldorf, um am nächsten Morgen mit Kaan und Marius um 5 Uhr nach Karlsruhe aufzubrechen. Da krieg ich maximal schlechte Laune. Glücklicherweise bin ich ein ausgeglichener Mensch und kann mit meinen Aggressionen sehr gut umgehen. Ähnlich wie Frank.

Im verschneiten Karlsruhe angekommen sind wir natürlich mal wieder suchend und fragend durch die Stadt geirrt. Vielleicht sollte man sich auch die Strasse aufschreiben, wenn man schon kein Navi hat. Im PSV dann sofort auf die Waage, 77kg. Fängt gut an. Jetzt erst mal eine Banane und einen Liter Wasser, relaxen und wieder schlafen gehen. Das wird ein sehr langer Tag.

Gegen späten Mittag haben wir die Nummer M2 im Bambus-Garten in Durlach-City gegessen, was entgegen der Annahme von Kaan dann doch kein Blumengeschäft war.
Zurück in der Halle wurde man dann von einer delikaten Duftmischung aus Männerschweiß, Thai-Öl und Bockwurst & Kartoffelsalat empfangen. Mmmmmhh, yummy. Nase zu, wieder auf die Weichbodenmatte und weiter schlafen. Zwischendurch mal nachhören, wen Kaan gerne mal von oben bis unten … würde. Bäm.

Nach kurzen 8 Stunden hatte ich dann endlich meinen ersten Kampf. Rein mit dem Zahnschutz, die Gedanken in die richtige Bahn lenken und alles andere ausblenden. Der Körper weiß was er zu tun hat, nur der Kopf macht die Fehler.
Erster Kampf ging gegen einen Judoka, also auf Uchimata & co aufpassen. Und rums bringt er mich mit einer Art Harai auf die Matte. Zwei Punkte hinten. Jetzt neu konzentrieren, auf das eigene Können vertrauen und versuchen dem Gegner das eigene Game aufzuzwängen. Wie auch immer. Mata-Leon.

Zweiter und dritter Kampf war dann eher reine Routine (Armhebel und Mata-Leon). Im Finale ging es gegen Felipe Enemoto, ein Wiedersehen wie bei Submissao 3. Nach einem Sprawl bin ich auf Kata-Gatame gegangen, konnte aber nicht finishen. Nicht meine Submission. Half-Guard-Pass, und ich hing dann 3 Minuten in der Backmount. Felipe hat eine sehr gute NRC-Defense, daher musste der Mata-Leon einem Jaw-Crusher weichen. Tap ist Tap.
Dann schnell auf das Treppchen, in die Dusche und ohne McDonald`s zurück nach Düsseldorf.

4 für Projekt 50+
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Danke an Kaan fürs Coachen. Danke an Marius fürs Mitkommen, Fahren und Filmen.
Danke an Christoph & und alle Helfer für das Turnier.
pelicanino
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