
Kaum zu hause, schon wieder aufstehen. Auf nach Mülheim zum Just-for-Fun. Gäähn. Glücklichweise habe ich meinen persönlichen Fahrdienst. Standesgemäß.

Auf der Fahrt durch das schöne Ruhrgebiet kamen wir wieder über Höckschen und Stöckschen auch auf die Frage, wann denn mal wieder zu einer „Chris-Party“ geladen wird; und Martin meinte: „Der wird doch bald 40, oder?“ Lähmende Stille, tosendes Gelächter. Ich wollte es dir nur mitteilen, Chris. Was du daraus machst, ist deine Sache. Muahahaha.
In frühlingshafter Wärme und sonntäglicher Stille angekommen, ging es in die eisigkalte und semi-fertig gestellte Halle der Sportschule Mülheim. Retrospektiv wundert es mich auch nicht mehr sonderlich, warum nur eine Handvoll den Weg gefunden haben: Ostersonntag. Was mache ich hier eigentlich? Einfach unnötig. Schlechte Laune macht sich da bei mir schneller breit als Ebola in Deutsch-Ostafrika.

Zu allem Überfluss mussten wir dann auch noch auf das Team Bad Company warten, die doch glatt kurz vor Dortmund schon gemerkt haben, dass Mülheim mehr so bei Duisburg liegt. Vielleicht mal weniger auf Goa-Partys abfeiern, Butch? Aber besser spät als nie.
Irgendwann waren die Post-it-Brackets auch fertig gekritzelt und es konnte los gehen.

David ging motiviert in den ersten Kampf. Shoot und rein in die gegnerische Guillotine. Dann falsch reagiert und das war es. Passiert. Vergessen und weiter trainieren.

Jonas hat seinen Gegner schnell mit einem Takedown rungeholt, dann aus der Sidemount und Mount dominiert und schließlich mit einem Armhebel getappt. Gut gemacht, Jonas.

Martin stand dann Christian von Sparta gegenüber. Eigentlich kein Problem, eigentlich. Martin hatte weder Kondition, noch Technik, noch Game, kein gar nichts. Das kenne ich ganz anders. Mehr sage ich dazu auch nicht.
Für mich war die Entscheidung zugunsten Christian absolut in Ordnung. Wer scheiße kämpft, der darf nicht gewinnen. Die Begründung des Referees war aber gelinde gesagt peinlich. Null Plan. Aber man diskutiert auch nicht mit Kreationisten über die Evolution. Case closed.

Serdar hat eigentlich ganz gut gekämpft, aber auch elementare und gravierende Fehler gemacht, die einfach nicht gemacht werden dürfen. Da gibt es auch nichts zu beschönigen. Der Kampfgeist und das Herz stimmen, jetzt muss mehr Technik rein.

Für mich hat Yurdi vom Team Bad Company den Kampf des Tages gemacht. Gegen einen 94kg schweren Brasilianer. Advanced. Pruuust. Also sorry, aber von advanced habe ich nicht einmal das a gesehen. Nicht überall wo Brasi drauf steht, ist auch Brasi drin. Schon klar, dass nicht zwangsläufig jeder, der unter dem Banner Ordem e Progresso geboren wird, ein Weltmeister ist, aber wer sich so breit macht…
Und Yurdi hat sich davon auch nicht weiter beeindrucken lassen und einen super Kampf abgeliefert. Das er den Kampf letztendlich verloren hat, ändert daran rein gar nichts.
Letztes mal gemeckert und dieses Mal die Urkunde vergessen. Einfach alles falsch gemacht, trotz der Wiederkehr eures Messias. Amen. Und ab dafür, Mamas frischer Kuchen wartet schon.
pelicanino
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