
Wieder einmal eine volle Halle. Entweder lag es an meiner leicht gestörten Wahrnehmung aufgrund von zu vielen Gläsern Whiskey-Cola & Gin-Tonic oder es werden wirklich jedes Mal immer mehr, die den Weg zur Open Mat finden; mit Kind und Kegel. Zu Spitzenzeiten waren wohl knapp 70 Leute auf der Matte. Wahnsinn.
Da hab ich es mir auch nicht nehmen lassen, zum ersten Mal nach 8 Wochen post-Tossy 3 wieder zu rollen. Ging eigentlich ganz gut, auch wenn das Vertrauen in die Schulter noch weit von 100% entfernt ist. Aber es geht bergauf.
Allerdings bin ich noch so weit von meiner pre-Verletzungs-Form entfernt, dass mir der Anblick von Tarek 2.0 mächtig auf den Sack geht. Deswegen gilt für Tarek ab sofort: T-Shirt-Pflicht und Dusch-Verbot. Dusch-Verbot gilt übrigens auch für Nenad.
Mir scheint, es hat jedem Spaß gemacht und jeder konnte etwas für sich mitnehmen. So wie es sein sollte. Auch wenn der Hammer und die Axt dieses Mal leider nicht zum Einsatz kommen konnten. Schade eigentlich. Bis zum nächsten Mal.
Für Pinky, nur noch einmal zum Verständnis: Taifun = unaufhaltbare Naturgewalt > Schlange = kleines Kriechtier. ERGO sind wir unantastbar, ähnlich wie Gott. quod erat demonstrandum…

Für das Seminar mit Joe Sarti waren dann leider nur noch Wenige geblieben.
Schade, da ich absolut der Meinung bin, dass ein Referent von einem Kaliber wie Joe unbedingt mehr Zuspruch und Teilnehmer verdient. Gerade wenn man bedenkt, wie viel Geld man für drittklassige Nichtsnutze hinblättern muss, die nicht annähernd das Know-how und die Erfahrung haben wie Joe oder auch andere Elite-Dozenten.

Und wie so häufig sind es die kleinen Details die den Unterschied machen.
Squats & co scheinen, wie viele andere Dinge im Leben und im Sport, auf den ersten Blick simple Übungen zu sein. Wird man jedoch auf die Details der Haltung und Ausführung aufmerksam gemacht und versucht diese schließlich umzusetzen, dann merkt man sehr schnell, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Übungen bekommen insgesamt eine andere Dimension und führen schneller zu besseren Ergebnissen.

Kurz gesagt: Joe`s Art gefällt mir sehr. Sein ganzheitlicher Ansatz. Seine Art zu unterrichten. Sein Frage und Antwort-Konzept. Seine Art, die Teilnehmer ihre Fragen durch “learning-by-doing” selbst beantworten zu lassen. Sein Art zu denken; eben nicht in den Kategorien richtig oder falsch, sondern in “it depends” und “this is the optimum and this is what`s possible”. Impressive & definitely inspiring.
Fazit I: Joe ist fast so cool wie ich selbst, aber eben nur fast.
Fazit II: Wenn die Möglichkeit besteht, Joe live zu erleben, auf gar keine Fall verpassen.
pelicanino
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